Winterglück auf dem kleinen Pferdehof in Island von Christiane Lind


 

Stürmische Romanze mit Fernweh-Garantie

 


Klappentext:

Ȇber dir Polarlichter, unter dir die schneebedeckte Weite Islands

Lauras Welt bricht zusammen: Ihr Mann verlässt sie – und das kurz vor Weihnachten! Die gemeinsame Reise nach Island, Lauras Sehnsuchtsziel schlechthin, fällt damit ins Wasser. Oder? Auf Drängen ihrer Freundin stürzt sie sich allein ins Abenteuer. Am Flughafen erwartet sie ein äußerst mürrischer Isländer. Als Laura erfährt, dass sie die kommenden Wochen an der Seite dieses Mannes verbringen wird, macht sie sich Sorgen um ihr Weihnachtsfest. Doch auf dem Rücken ihres Islandpferds findet sie unter den atemberaubenden Polarlichtern endlich wieder den Glauben an sich selbst. Und vielleicht auch an die Liebe?«

 

Laura wurde gerade eben von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen und fällt in ein tiefes Loch. Dank ihrer besten Freundin Annabelle unternimmt Laura ihren Wunschurlaub nach Island eben alleine. Dort erwartet sie nicht nur eine wunderbar wilde Landschaft, verlässliche Islandpferde und Polarlichter…

Laura ist Ende dreißig, frisch getrennt und ihre Tochter lebt zurzeit in Australien. Sie hat genaue Vorstellungen davon, wie ihr Urlaub ablaufen wird und ist umso enttäuschter, als ihre ausgemalten Phantasien nicht zutreffen. Die verletzte Laura trifft auf Kristjan, der ebenfalls schlechte Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht in der Vergangenheit gemacht hat. Kristjan ist grummelig, wortkarg und wirkt im ersten Moment so gar nicht gastfreundlich.

Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben und zumindest Kristjan verhält sich nachvollziehbar für mich. Bei Laura hatte ich immer wieder Schwierigkeiten, mich in sie hineinzuversetzen – sie stellt sich Dinge vor und ist dann enttäuscht, wenn sie in der Realität anders sind. Auch nimmt sie Kristjan übel, ihr nicht alles erzählt zu haben und zieht ihre Konsequenzen ohne ihm eine Chance auf Erklärung zu geben. Dass sie ihm auch nicht alles erzählt hat, wird von ihr nicht weiter thematisiert und diese Doppelmoral macht Laura teilweise etwas unsympathisch für mich. Einzig ihr wunderbarer Umgang mit Drifa und Kjartan hat mich wieder besänftigt. Auch die Nebenprotagonisten wie Erla Hulda und Arnór mochte ich sehr, hätte aber gerne noch mehr von ihnen erfahren. Belle hat zwar ein ganz mieses Timing, ist ansonsten aber eine herzensgute Person und eine tolle Freundin. Dominik war mir von Beginn an unsympathisch, was sie zum Schluss sogar noch gesteigert hat. Die Beschreibungen der Landschaft sind bildlich und detailliert, was mir einen großartigen Eindruck von Island vermittelt hat. Dennoch hätte ich mir weniger Beschreibung und dafür etwas mehr Tiefe der Romanze gewünscht. Insgesamt ein liebenswerter Roman fürs Herz, dem ich 4,5 von 5 Islandpferden gebe!


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Über mich

Impressum

Datenschutz