Arrest us von Yuna Maas

 

Second Chance

 

Klappentext:

»So fühlte es sich also an, wenn jemand einem das Herz brach. Man starb innerlich.

Drei Jahre sind vergangen, seit Louisa Sarahs Herz gebrochen hat. Jetzt hat Sarah eine Freundin und zwischen ihr und der Polizistin herrscht Funkstille. Doch als Louisa im Dienst verletzt wird und ein Video der Auseinandersetzung viral geht, sucht Sarah den Kontakt und will ihr beistehen. Während Louisa ihre Gesellschaft genießt, erkennt Sarah, dass ihre Gefühle für die Polizistin noch immer tief in ihr schlummern. Doch der äußere Druck ist groß – und Sarahs Herz könnte erneut brechen…«

 

Sarah ist eine lebenslustige junge Frau, die sich sehr um ihre Mitmenschen sorgt. Zeitweilig überschreitet sie dabei auch die persönlichen Grenzen ihrer Mitmenschen – sie meint es aber nur gut. Louisa macht ihre Probleme gerne mit sich selbst aus und geht emotionalen Konfrontationen grundsätzlich aus dem Weg. Sie flüchtet lieber aus der Situation als sich ihren eigenen Gefühlen zu stellen. Sarah und Louisa ergänzen sich durch ihre ganz eigenen Macken hervorragend und wirken sehr sympathisch und liebenswert.
Die Protagonisten sind detailliert und bildhaft beschrieben, verhalten sich zwar im ersten Moment nicht immer nachvollziehbar – aber ihre Reaktionen werden stets begründet und erklärt. Die Geschichte vereint ziemlich viele Problematiken in sich: Rassismus, Homophobie, psychische Erkrankungen, Scheidung, Adoption. Die Autorin hat diese Themen sensibel in den Verlauf mit eingewebt und macht den Leser deutlich auf die Missstände unserer Gesellschaft aufmerksam. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut verständlich. Zeitweise hätte ich Louisa gerne geschüttelt, da sie immer wieder denselben Fehler begeht. Ihre Charakterentwicklung wird erst zum Ende des Buchs wirklich ersichtlich. Fazit: eine Liebesgeschichte mit gesellschaftskritischen Themen, die unter die Haut geht.


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