Unfrei: Im Besitz eines Anderen von M.-G. Mortissimo



Düster, schockierend, Mortissimo.

 



Klappentext:
»Lydia Büchel ist jung, erfolgreich und schön - doch ihre perfekte Fassade trügt. Da ihr Vater ihr ein Schicksal diktiert, welches ihr widerstrebt, beschließt sie alles hinter sich zu lassen und flieht in ein fremdes Land. Dort trifft sie auf die Solomon Brüder - zwei Männer, die sie auf geheimnisvolle Art und Weise in ihren Bann ziehen. Doch unter der glatten Oberfläche der Männer brodelt eine dunkle Vergangenheit, die jeden Moment ausbrechen könnte. Als Lydia herausfindet, was die beiden verbergen, steht die junge Frau plötzlich am Scheideweg: Kann sie ihr Herz für die Dunkelheit öffnen oder wird sie erneut vor ihrem Schicksal davonrennen?«

 

Lydia Büchel ist nach der Rückkehr in die Arme ihres Vaters perspektivlos und eingesperrt in einen goldenen Käfig. Lydia hat weder die Kraft noch das Durchhaltevermögen sich gegen ihren Vater zu behaupten. Sie ist intelligent und willensstark, aber ihrem Schicksal hilflos ausgeliefert. David Salomon ist ein herzensguter Mann, der Lydia gerne beschützen möchte. Doch seine Vergangenheit hat ihn fest im Griff und er kann sich davon nicht lösen. Rafael Salomon ist ein dominanter und brutaler Mann, der sich einfach nimmt, was er möchte. Seine Handlungen sind unmoralisch und brutal und bringen Lydia weit über ihre Grenzen hinaus. Lydia Büchel wird zu einem Spielball von mächtigen Männern, denen ihre Seele völlig egal zu sein scheint.

Die Charaktere lernt man erst im Verlauf der Geschichte besser kennen, sie sind vielschichtig und ausführlich beschrieben. Sympathiepunkte bekommt neben Lydia einzig David Salomon von mir – bei Rafael, Laurenz und Lydias Vater sträuben sich mir die Haare! Die Autorin flicht gekonnt ernste Themen wie häusliche Gewalt und arrangierte Zwangsehen mit ein und macht so auf diese aufmerksam. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut verständlich, dennoch handelt es sich definitiv nicht um leichte Kost, die man eben mal schnell „weglesen“ kann. Das Buch endet offen, was mich sprachlos zurücklässt – der Leser sollte sich definitiv die Zeit nehmen, die Emotionen, welche beim Lesen entstehen, zu verdauen.


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