The Legend of Silver and Fire: Das verlorene Königreich von JM Weimer
Eine unfreiwillige Reise
Klappentext:
»Nicolas Prinz ist der beliebteste Junge der Schule, der gern mit seinem provokantem Verhalten auffällt. Sein Lieblingsopfer ist Catherine, die er auf einer Party vor allen bloßstellt. Doch daraufhin ändert sich alles. Nick verliert das Bewusstsein und findet sich plötzlich im verlorenen Königreich wieder.
Die fremde Welt stellt ihn vor völlig neue Herausforderungen und er erfährt von einer Prophezeiung, laut der er der Prinz sein soll, der das verlorene Königreich von der bösen Hexe/dunklen Königin befreit.
Gemeinsam mit der Prinzessin von Galantis und ihren Gefährten, begibt Nick sich auf eine gefährliche Reise, die ihn bis an seine Grenzen und darüber hinaus bringt.
Ist er der Aufgabe gewachsen und kann das verlorene Königreich retten?«
Nicolas wurde mit einem goldenen Löffel im Mund geboren und zeigt seinen Mitschülern deutlich, dass sie seiner nicht würdig sind. Dies wird ihm täglich von seinen Eltern vorgelebt und er nimmt diesen Zustand als selbstverständlich. Er ist überheblich, überschätzt sich selbst und mobbt Schwächere. Vor allem auf Catherine hat er es abgesehen – sie ist eine Leseratte, trägt eine Zahnspange und wird von Nicolas und seinen Freunden nur „Freak“ genannt. Dass sie sein Verhalten verletzt, ist ihm völlig egal. Nach seinem plötzlichen Blackout erwacht er in einer anderen Welt, in der er in die Rolle des Weltenretters gezwungen wird. Auch hier verhält er sich, wie im wahren Leben: arrogant, von oben herab, oberflächlich und selbstverliebt.
Das Setting in der „verlorenen“ Welt ist gut beschrieben und das erste Zusammentreffen mit den Charakteren Evangeline, Kodus, Avendur und Tzrok ist sehr amüsant. Nicolas‘ Selbstverliebtheit ist auf Dauer ziemlich anstrengend, da er dadurch null Sympathiepunkte sammelt, sondern eher nervt. Evangeline lernt man als einzige noch viel näher kennen, von den übrigen Mitstreitern hätte ich gerne noch mehr erfahren. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut verständlich und die Spannung hält sich aufrecht bis zur Rückkehr in die reale Welt. Das Ende ist vorhersehbar und lässt mich etwas unzufrieden zurück, da Mobbingopfer in der Realität leider selten ein Happy End genießen oder ihren Peinigern großherzig verzeihen können. Dennoch ist es eine schöne Leseunterhaltung, die mich gut unterhalten hat. 4 von 5 Schwertern.
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