Aurelia- Tochter eines Lanista von M. Steinkogler
Eine Frau kämpft um ihre Freiheit
Klappentext:
»Omnia vincit amor
Nach dem Tod ihrer Mutter und dem darauffolgenden Exil bei ihrer Tante versucht die junge Aurelia, ihren Platz in der Welt zu finden.
Als ihr Vater sie an ihrem 18. Geburtstag zurück nach Hause in seine Gladiatorenschule ruft, entpuppt diese sich als Gefängnis, aus dem ein Entkommen unmöglich scheint. Umringt von kalten Mauern, Sand und Blut, wartet sie darauf, mit einem Senatsmitglied vermählt zu werden.
Die Begegnung mit dem besten Gladiator des Ludus verändert mit einem Mal alles und stellt Aurelias Entschlossenheit, all dem entfliehen zu wollen, auf die Probe.
Wird sie an den Gefühlen für einen Sklaven festhalten oder verliert sie ihren Glauben an das Gute in den Menschen?«
Aurelia ist nach dem Tod ihrer Mutter sehr behütet bei ihrer Tante Ephilia aufgewachsen. An ihrem 18. Geburtstag lässt ihr Vater sie zurück zu sich holen, um sie gewinnbringend zu verheiraten. Aurelia ist zartbesaitet, ruhig und liebenswert – sie kann der ganzen Gewalt und der Sklaverei nichts abgewinnen und leidet ziemlich unter ihrem cholerischen Vater. Der Gladiator Azuk befindet sich bereits seit vielen Jahren im Besitz von Aurelias Vater, sein Wille zu fliehen ist schon längst gebrochen. Azuk ist ein hervorragender Kämpfer, dennoch einfühlsam und sympathisch. Aber eine Zukunft zwischen den Beiden scheint unmöglich zu sein.
Die Hauptprotagonisten sind überzeugende Charaktere mit vielen Facetten, sie verhalten sich ihrem Wesen entsprechend nachvollziehbar. Das Setting im Römischen Reich in einer Gladiatorenschule ist für mich definitiv ein Novum, die Beschreibungen sind bildlich und die Zusammenhänge gut erklärt. Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich, zu Beginn bis ca. zur Mitte hatte die Geschichte gefühlt einige Längen und Wortdoppelungen, die meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt haben. Ab der Mitte dann konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen und die Geschichte hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Fazit: Eine faszinierende und düstere historische Romance, die mich sehr gut unterhalten hat.
4,5 von 5 Gladiatoren.

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