Daimonion: Federfarben von Sylvia Kahl

 

Überzeugende Fortsetzung


Klappentext:

»Trotz ihrer Verbindung zu dem Ignis Rarr ist Secia noch immer nicht bereit, sich für eine Seite zu entscheiden. Als sie auf der Erde abtrünnige Dämonen trifft, die ebenfalls zweifeln, macht sie sich auf die Suche nach dem Sinn ihrer Existenz.

Durch das tragische Schicksal Xayas decken Secia und ihre Freunde eine Bedrohung auf, die das Ende aller Welten einleitet. Im Dämonenreich stoßen ihre Warnungen jedoch auf taube Ohren. Der Rat versucht stattdessen, ihre Loyalität mit brutaler Härte zurückzugewinnen.
Ausgerechnet Gidean, der mächtige Engel und größter Widersacher aller Dämonen, bleibt ihre letzte Hoffnung für das Überleben der Reiche.«


Mit „Daimonion: Federfarben“ legt Sylvia Kahl eine gelungene Fortsetzung vor, die die inneren Konflikte und die Bedrohung aus Band eins spürbar vertieft und zuspitzt.


Secia steht weiterhin zwischen den Welten – trotz ihrer Verbindung zum Ignis Rarr ist sie nicht bereit, sich klar für eine Seite zu entscheiden. Gerade diese Zerrissenheit macht sie erneut zu einer spannenden und greifbaren Protagonistin. Ihre Begegnung mit abtrünnigen Dämonen auf der Erde verstärkt die zentrale Frage der Reihe: Was bedeutet Zugehörigkeit, wenn man an den eigenen Überzeugungen zweifelt?


Besonders stark fand ich, wie sich die Handlung zunehmend verdichtet. Durch Xayas tragisches Schicksal wird eine Bedrohung sichtbar, die weit über persönliche Konflikte hinausgeht und das Gleichgewicht aller Welten gefährdet. Gleichzeitig sorgt der Umgang des Dämonenrates mit Secia für zusätzliche Härte und zeigt, wie wenig Raum für Zweifel in Machtstrukturen bleibt.


Ein Highlight ist die Dynamik mit Gidean. Dass ausgerechnet ein Engel – und dazu noch ein erklärter Gegner – zur letzten Hoffnung wird, bringt eine spannende Wendung und unterstreicht erneut die moralischen Grauzonen der Geschichte.


Die Fortsetzung überzeugt mit einer konsequenten Weiterentwicklung von Secias Charakter, die Spannung steigt durch emotionale Momente und tragische Wendungen. Egal, wofür sich Secia entscheidet - es scheint immer das Falsche zu sein. 

Für alle, die bereits Band eins mochten, ist dieser Teil ein absolutes Muss.


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