Green King von Kari Tenero
Klappentext:
»New York - Fünf Stadtteile - Fünf Drogenbosse - Erinnerungen an die Vergangenheit und ein Frieden, der droht, zerstört zu werden.
Fünf Jahre sind vergangen, seitdem Tess aus den Klauen ihres Peinigers befreit wurde. Aber der hart erkämpfte Frieden gerät durch eine neue Gefahr, die Anspruch auf New York erhebt, ins Wanken.
Während Jacob in Erinnerungen schwelgt, verfolgt Anthony ganz andere Pläne, die weiterhin eng mit Tess verbunden sind. Doch sie selbst muss ihren eigenen Weg finden - dabei könnte sie mehr verlieren als bloß die Kontrolle, die sie und ihre Familie schützt.«
Mit „Green King“ legt Kari Tenero den vierten Band ihrer düster-emotionalen King-Reihe vor. Wie bereits in den Vorgängerbänden zeigt sich auch hier: Diese Geschichte funktioniert nur mit fundierten Vorkenntnissen, denn die komplexen Beziehungen, die dunkle Vergangenheit der Figuren und die vernetzte Unterwelt New Yorks bauen direkt aufeinander auf.
Die Geschichte startet etwas holprig, was vermutlich an dem zeitlichen Break zwischen Band 3 und 4 liegt. Und natürlich auch daran, dass ein sehr wichtiger Charakter fehlt. Doch sobald die Geschichte Fahrt aufnimmt, entfaltet sich ein rasantes, spannendes und unvorhersehbares Geflecht aus Machtspielen, emotionalen Konflikten und wachsender Bedrohung. Es werden immer Erinnerungen aus früheren Zeiten erzählt, was mich etwas aus dem Lesefluss gerissen hat - aber dennoch wichtig war für das Verständnis.
Green King überzeugt mit Spannung, Überraschungen und einer charakterstarken Protagonistin, die mir persönlich manchmal etwas zu drüber war. Ein packender vierter Teil, den man nicht ohne Vorwissen lesen sollte. Und mit einem Cliffhanger, der die Neugierde auf Band 5 noch viel größer macht.
4,5 Sterne

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